Bauvorhaben aller Art werden mithilfe eines gut koordinierten Projektmanagement weltweit zielsicher durchgeführt. Als einer der elementaren Bestandteile stellt sich das Risikomanagement heraus, welches garantieren soll mögliche Chancen und Gefahren zu identifizieren und zu steuern.
Der übliche Ablauf hierbei stützt sich auf die DIN 31000. Mithilfe einer Risikoidentifikation werden alle möglichen Risiken detektiert, hierzu können beispielsweise Methoden des Brainstormings
verwendet werden. Eine Risikoanalyse stellt anschließend die zu erwartenden Risikoauswirkungen
(Eintrittswahrscheinlichkeit*Auswirkung) dar. Diese gliedert sich in zwei Bausteine, die qualitative
Risikoanalyse und die quantitative Risikoanalyse. Gerade bei Großprojekten sollte auf eine quantitative Methode, insbesondere das probabilistische Verfahren, zurückgegriffen werden, da hierbei
entscheidende Merkmale erhalten bleiben können. Eine geringere Bandbreite an Informationen
wird bei der deterministischen Methode betrachtet. Anschließend an die Analyse werden die Risiken bezüglich ihrer Auswirkungen bewertet, woraufhin die passenden Behandlungsmethoden gewählt werden können.
Risiken treten nicht nur in der Ausführungsphase von Projekten auf, sondern gerade in deren Entwicklungen. Diese Risiken reichen von Genehmigungsrisiken bis hin zu Risiken, welche der Baugrund birgt. In Projektentwicklungen wurde bislang der Fokus auf Hochbauentwicklungen gelegt,
jedoch ist ein wichtiger Zweig von Projektentwicklungen die Landentwicklung. Um für beide Entwicklungen eine gemeinsame Grundlage schaffen zu können, war es das Ziel, einen gemeinsamen
Risikokatalog zu entwickeln. Zudem wurde eine Bewertung der aufgestellten Risikogruppen durch
Experten durchgeführt, sodass ein erstes Konzept entstand, welches angibt, wie gut die Identifizierbarkeit von Risiken in verschiedenen Stadien einer Projektentwicklung ist.
Der Baugrund enthält, trotzdass die Weltkriege mehr als 75 Jahre zurückliegen, immer noch
Kampfmittelrückstände. Von jenen geht nicht nur Gefahr für Leib und Leben aus, da diese Kampfmittel auch heute noch umsetzen könnten, sondern ebenso können diese Bauvorhaben bedrohen.
Bereits in frühen Phasen der Projektentwicklung sollte daher festgestellt werden, ob ein konkreter
Kampfmittelverdacht auf dem Baugrund vorliegt. Besonders geeignet sind hierzu Verfahren, welche sich in der Phase A des Vorgehensschemas der Baufachlichen Richtlinien für Kampfmittelräumung wiederfinden. Hierunter fallen beispielsweise einfache Maßnahmen, wie die Befragung
von Zeitzeugen und die Luftbildauswertungen von Bildern Alliierter Streitkräfte. Bestätigt sich bei
einer solchen Analyse ein Verdacht, sollten in Phase B weiterführende technische Erkundungen
durchgeführt werden, damit genauere Informationen generiert werden können. Für eine solche
Erkundung kann bei einem störungsfreien Untergrund beispielsweise das Verfahren der Geomagnetik verwendet werden. Sind jedoch Störungen im Untergrund vorhanden muss auf die kostenintensivere Variante des Georadars zurückgegriffen werden. Kosten die während dieser beiden Phasen der Kampfmittelräumung entstehen, sind – abhängig vom Bundesland – meist selbst zu tragen.
Eine nationale Regelung für die Kostenübernahme gibt es nicht, daher wird aufgeführt welche Bestandteile einer Kampfmittelräumung in welchem Bundesland finanziell durch den Bauherren
übernommen werden müssen. Die Phase C der Kampfmittelräumung beschäftigt sich zuletzt mit
der Bergung und Entschärfung des Kampfmittelfundes. Bei dieser entstehen keine Kosten für das
Vorhaben, da hier immer die Länder die anfallende Finanzierung übernehmen.
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Bauvorhaben aller Art werden mithilfe eines gut koordinierten Projektmanagement weltweit zielsicher durchgeführt. Als einer der elementaren Bestandteile stellt sich das Risikomanagement heraus, welches garantieren soll mögliche Chancen und Gefahren zu identifizieren und zu steuern.
Der übliche Ablauf hierbei stützt sich auf die DIN 31000. Mithilfe einer Risikoidentifikation werden alle möglichen Risiken detektiert, hierzu können beispielsweise Methoden des Brainstormings
verwendet werden. Ein...
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