Die Dissertation untersucht Konzepte, Bedingungen, Praktiken und Kriterien friedensfördernder Kommunikation im Afghanistan-Konflikt (2001–2021). Auf der Grundlage von Habermas’ Ideal deliberativer Öffentlichkeit und dem Akteur-Struktur-Dynamik-Ansatz nach Schimank und Neuberger wird ein integratives Analyserahmen entwickelt, der normative Leitideen und empirische Wirkungsbedingungen verbindet. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie Friedenskommunikation theoretisch gefasst, unter realen Konfliktbedingungen ermöglicht und journalistisch umgesetzt werden kann. Methodisch kombiniert die Studie eine standardisierte Befragung von über 300 afghanischen Journalist:innen mit einer quantitativen Inhaltsanalyse von mehr als 500 Artikeln aus staatlichen, privaten und internationalen Printmedien. Die Ergebnisse zeigen, dass kommunikative Friedensförderung in Afghanistan trotz restriktiver Macht-, Sicherheits- und Marktstrukturen punktuell gelingt – insbesondere dort, wo journalistische Akteure normative Ansprüche mit lokaler Kontextsensibilität verbinden. Damit leistet die Arbeit einen Beitrag zur theoretischen Integration von Normativität und Empirie in der Kommunikationswissenschaft und eröffnet neue Perspektiven für eine differenzierte Friedensjournalismusforschung in fragilen Öffentlichkeiten.
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Die Dissertation untersucht Konzepte, Bedingungen, Praktiken und Kriterien friedensfördernder Kommunikation im Afghanistan-Konflikt (2001–2021). Auf der Grundlage von Habermas’ Ideal deliberativer Öffentlichkeit und dem Akteur-Struktur-Dynamik-Ansatz nach Schimank und Neuberger wird ein integratives Analyserahmen entwickelt, der normative Leitideen und empirische Wirkungsbedingungen verbindet. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, wie Friedenskommunikation theoretisch gefasst, unter realen Konfliktb...
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