Für große und komplexe universitäre Forschungsprojekte gibt es bis jetzt kein standardisiertes Vorgehen im Managementbereich, welches auf die spezifischen Bedürfnisse abgestimmt ist. Die verfügbaren Methoden und Modelle eignen sich aufgrund des risikoreichen Charakters der Forschung nur bedingt. Professoren stehen zumeist vor der Herausforderung diese Projekte zu planen und zu koordinieren, jedoch ist ohne eine geeignete Vorgehensweise die Umsetzung von Theorie zu Praxis erschwert. Die in dieser Abhandlung zu entwickelnder Vorgehensweise in Form eines Flussdiagramms, von Projektakquise bis Projektabschluss, ermöglichen eine strukturierte Herangehensweise für universitäre Forschungsprojekte. Das Projektmanagement-Modell beinhaltet Prozessschritte, Methoden und Werkzeuge, um das Projekt von Anfang bis Ende erfolgreich umzusetzen. Für die Umsetzung werden Methoden ausgewählt, welche den agilen und risikobasierten Charakter der Forschung widerspiegeln können. Zusätzlich, vor allem für das Managen und das Steuern, wird ein Softwaretool, namens Scientific-oriented Project Management Procedure (Sco-PmP) entwickelt, welches durch den inhärenten Aufbau und Ablauf die praktische Umsetzung erleichtert. Dies wiederum stellt sicher, dass die angestrebte Qualität innerhalb eines Zeit- und Budgetrahmens eingehalten wird. Das ermöglicht eine Verbesserung des Forschungsoutputs und fördert gezielt Innovationen. Zur Erarbeitung des Modells werden neun Charakteristika festgelegt, welche die Bedürfnisse der Forschung für den Managementprozess widerspiegeln. Anhand dieser Bewertungskriterien werden in einem ersten Schritt unterschiedliche agile Modelle (Scrum, Kanban) praktisch getestet. Anschließend werden diese mit klassischen und probabilistischen Modellen angereichert. Dies zeigt auf, welche weiteren Herausforderungen begegnet werden müssen. In einem zweiten Schritt werden bestehende Methoden weiterentwickelt oder eigene Methoden für die Forschung entwickelt. Praktisch getestet wird die gesamte Vorgehensweise für das Managen und das Steuern anhand eines beispielhaften Projekts. Folgende Verbesserungen können mithilfe der neuen Methoden erreicht werden: • Wissenschaftler werden durch die hypothesenbasierten Risiken besser in den Managementprozess miteinbezogen. Zeitgleich minimiert dies auch die Wissensasymmetrien untereinander. • Die SMART-CR Methode ermöglicht eine frühe Einbindung von Risiken und alternativer Strategien. Zudem verringert es Zielkonflikte. • Die Integration einer top-down und bottom-up Vorgehensweise ermöglicht einerseits eine Einbeziehung von innovativen Ideen sowie der strategischen Ausrichtung andererseits. Abschließend wird Sco-PmP, basierend auf vorherigen Validierungen durch Probandenstudien, Testprojekten und des entwickelten Projektmanagement-Modells, aufgestellt. Das Tool dient vor allem zur Datensammlung und zur Veranschaulichung der Ergebnisse. Es gewährleistet eine universelle Lauffähigkeit auf Windows-Systemen (ab 2021) und stellt eine Anwenderfreundlichkeit durch die zuvor durchgeführten Tests sicher. Sco-PmP stellt eine gesamtheitliche Lösung für das Managen und das Steuern eines universitären Forschungsprojekts sicher und vereint dadurch die Vorteile unterschiedlicher Methoden in einem Tool.
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Für große und komplexe universitäre Forschungsprojekte gibt es bis jetzt kein standardisiertes Vorgehen im Managementbereich, welches auf die spezifischen Bedürfnisse abgestimmt ist. Die verfügbaren Methoden und Modelle eignen sich aufgrund des risikoreichen Charakters der Forschung nur bedingt. Professoren stehen zumeist vor der Herausforderung diese Projekte zu planen und zu koordinieren, jedoch ist ohne eine geeignete Vorgehensweise die Umsetzung von Theorie zu Praxis erschwert. Die in dieser...
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